Erste deutsch-französische Lehrerfortbildung zum Besuch des ehemaligen Konzentrationslagers Natzweiler mit Schulklassen

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Guillaume d`Andlau (Leiter des CERD), Dorothee Roos (ehemalige Vorsitzende des VGKN, Vorsitzende Gedenkstätte Neckarelz), Foto: @VGKN

Die Fortbildung im November 2019 bot Kolleg*innen aus beiden Ländern Hilfestellung zur Vorbereitung und Durchführung eines Besuchs der Gedenkstätte des Hauptlagers. Denn meist müssen sie dort die Rolle von Gedenkstättenguides selbst übernehmen – nur ein Teil der Besucherklassen kann vom Personal des CERD pädagogisch betreut werden.

Die Fortbildung im Centre européen du résistant déporte (CERD) vermittelte 34 bilingualen Lehrer*innen (17 deutschen und 17 französischen) Anregungen, Methoden und Materialien. Im Mittelpunkt stand dabei die Aktivierung der Schüler*innen.

Denkbar ist dabei eine Vorbereitung im Unterricht, die Schüler*innen befähigt, in der Stätte von Natzweiler die eigene Lerngruppe bei Teilthemen zu führen. Ein solches Modell stellte Romain Blandre (Mulhouse) vor. Genau anderes herum funktioniert das von Dr. Eva Bernhardt (Heidelberg) Prinzip der „Black Boxen“. In diesen Boxen finden die jungen Leute Materialien, um an den Stationen im ehemaligen Lagergelände selbstständig zu arbeiten. Im anschließenden Unterricht erfolgen dann Nachbereitung und Vertiefung. Zuvor hatte René Chevrolet, pädagogischer Mitarbeiter des CERD, einen wissenschaftlichen Input zur Lagergeschichte gegeben.

 

 

 

 

 

 

Da die Rückmeldungen der Teilnehmenden positiv waren, sollte die Fortbildung im Jahr 2020 erneut angeboten werden. Allerdings musste dies aufgrund der Coronapandemie vorerst verschoben werden.